Blockwochen

Während fünf Wochen pro Schuljahr wird der reguläre Stundenplan für alle Klassen bewusst ausser Kraft gesetzt. An seine Stelle treten thematische Blockwochen: eine besondere Unterrichtsform, die Raum schafft für projektorientiertes Arbeiten und interdisziplinäre Zugänge.

Ein grosser Teil der Blockwochen wird als Fachwochen durchgeführt. Den einzelnen Fächern stehen – entsprechend ihrem Anteil an der Stundentafel – festgelegte Zeitfenster zur Verfügung, in denen Inhalte vertieft und in neuen Formaten erschlossen werden. Gleichzeitig bieten diese Wochen die Möglichkeit, Projekte umzusetzen, bei denen mehrere Fächer zusammenwirken. 

Beispiele für solche Fach- und Projektwochen sind etwa:

  • «Postmodernism in Literature» (Englisch) 
  • «Einführung in die Programmierung mit Python» (Informatik) 
  • «La géographie et la culture du Jura» (Französisch/Geografie) 
  • «Europäische Expansion» (Geschichte) 
  • «Gesundheit und Training» (Sport/Biologie)

Ergänzt wird dieses Angebot durch Spezialwochen, die keinem einzelnen Fach zugeordnet sind und besondere Schwerpunkte setzen.

Spezialwochen in allen Schultypen

Klassenwoche

Die Klassenwoche markiert für die erste beziehungsweise dritte Klasse einen wichtigen Auftakt. Während einer extern durchgeführten Woche unter der Leitung der Klassenlehrperson lernen die Schülerinnen und Schüler die französisch-, italienisch- oder romanischsprachige Schweiz kennen und setzen sich mit deren kulturellen Besonderheiten auseinander. Dabei steht das gemeinsame Erleben im Vordergrund: Die Stärkung der Klassengemeinschaft bildet eine wichtige Grundlage für ein positives Lernklima und wirkt präventiv gegen Konflikte und Mobbing.

Medienkompetenzwoche

Die Medienkompetenzwoche findet ebenfalls in der ersten und dritten Klasse statt. Sie greift zentrale Fragen des verantwortungsvollen Umgangs mit Medien auf, insbesondere mit digitalen Medien. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich altersgerecht mit Themen wie Informationsbewertung, Datenschutz und Mediennutzung auseinander und entwickeln Kompetenzen, die sie zu einem kritischen, reflektierten und sicheren Umgang mit Medien befähigen.

Schultypenspezifische Spezialwochen

Hauswirtschaftswochen - Untergymnasium

In der zweiten Klasse absolvieren die Schülerinnen und Schüler drei zusammenhängende Hauswirtschaftswochen. Dieser obligatorische Internatskurs vermittelt grundlegende Alltagskompetenzen in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Kochen sowie Haushaltsführung und praktisches und textiles Gestalten. Die Hauswirtschaftskurse werden durch eine externe Organisation des Kantons (Strickhof) durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Kommunikation - Handelsmittelschule

In der Handelsmittelschule bereitet die Spezialwoche «Kommunikation» im letzten Schuljahr gezielt auf den Einstieg in die Berufswelt und das anschliessende Praktikum vor. Im Zentrum steht die Entwicklung kommunikativer Kompetenzen in beruflichen Kontexten. Die Woche wird von einer externen Organisation begleitet und praxisnah gestaltet.

Sprachaufenthalt - Kurzgymnasium und Handelsmittelschule

Für Schülerinnen und Schüler des Kurzgymnasiums und der Handelsmittelschule bildet der Sprachaufenthalt in der vierten Klasse einen besonderen Höhepunkt. Während zwei Wochen (letzte Woche vor und erste Woche in den Sportferien) vertiefen sie ihre Sprachkenntnisse im authentischen Umfeld und erweitern gleichzeitig ihre interkulturellen Erfahrungen.

Kurswoche - Kurzgymnasium und Handelsmittelschule

Am Ende der vierten Klasse eröffnet die Kurswoche die Möglichkeit, klassenübergreifend an einem selbst gewählten Projekt oder Thema zu arbeiten. Ein vielfältiges Kursangebot erlaubt es den Schülerinnen und Schülern, eigene Interessen zu verfolgen und neue Perspektiven zu entdecken.

Abschlussarbeitswoche - Kurzgymnasium und Handelsmittelschule

Die Abschlussarbeitswoche in der 5. Klasse schliesslich dient der gezielten Vorbereitung auf die (Berufs-)Maturitätsarbeit. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich dabei intensiv mit einem selbst gewählten Thema auseinander und erwerben grundlegende Kompetenzen wissenschaftspropädeutischen Arbeitens.